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Wie viel Luft ist noch in deinem Ballon?Über Resilienz und innere Balance

Aktualisiert: 2. März


Über Resilienz und innere Balance

Resilienz ist kein "nice to have", sondern die Grundlage für nachhaltige Zufriedenheit.

Es gibt Phasen im Leben, in denen uns das Tempo der Welt überholt. Berufliche Veränderungen, familiäre Herausforderungen, Unsicherheiten im Alltag. Manchmal scheint alles gleichzeitig auf uns einzustürzen.

In solchen Momenten zeigt sich, wie resilient wir wirklich sind. Wir halten durch, bis die Energie langsam nachlässt. Doch Resilienz bedeutet nicht einfach funktionieren. Es geht um etwas Tieferes: die Fähigkeit, beweglich zu bleiben. Im Kopf und im Herzen.


Mythen und Missverständnisse

Viele Menschen glauben, Resilienz heisse, alles wegzustecken. Doch das ist ein Irrglaube.

Resilienz bedeutet nicht, immer einen kühlen Kopf zu behalten. Sie zeigt sich darin, Spannungen auszuhalten, Druck zu regulieren und sich nach einem Rückschlag wieder zu stabilisieren. Mental wie emotional.


Das Luftballon Prinzip

Ich vergleiche Resilienz gerne mit einem Luftballon. Er puffert Stösse ab, dehnt sich, hält uns in Balance. Aber je mehr Druck wir aushalten müssen, desto mehr Luft verlieren wir. Manchmal ganz langsam, ohne es bewusst zu merken.

Jeder Stressmoment, jeder Konflikt, jede Enttäuschung lässt ein kleines Stück Energie entweichen. Wenn wir zu lange warten, wird der Ballon dünn, empfindlich, anfällig.

Resilienz bedeutet, rechtzeitig wieder Luft hineinzulassen. Durch Pausen. Durch Bewegung. Durch gute Gespräche. Durch echte Beziehungen. Durch Sinn und klare Ziele. Und vor allem durch Bewusstsein.

Wer seine eigene Spannung kennt, merkt früher, wann es Zeit ist aufzutanken. So bleibt der Ballon elastisch und wir selbst beweglich.


Resilienz im Beruf ist mehr als Belastbarkeit

Auch in Unternehmen wird Resilienz oft falsch verstanden. Sie wird gleichgesetzt mit Belastbarkeit, Durchhaltevermögen oder Stressresistenz.

Doch Resilienz bedeutet nicht, immer mehr auszuhalten, sondern klug mit Druck und Unsicherheit umzugehen.

Ein resilientes Team ist kein Team ohne Probleme. Es ist ein Team, das ansprechbar bleibt, wenn es schwierig wird. Das über Fehler spricht, bevor sie zum Risiko werden.

Wenn Fehler verschwiegen werden, weil niemand Schwäche zeigen will, fehlt nicht Belastbarkeit, sondern Vertrauen.

Resilienz zeigt sich in der Kultur. Dort, wo Offenheit und Vertrauen genauso selbstverständlich sind wie Effizienz und Leistung. Das macht Teams nicht unverwundbar, aber anpassungsfähig. Und genau das zählt.


So stärkst du deine Resilienz im Alltag

Resilienz lässt sich gezielt fördern. Sie wächst dort, wo Menschen bewusst mit ihren Ressourcen umgehen. Körperlich, mental und sozial.

Das bedeutet innehalten. Reflektieren. Prioritäten prüfen. Sich selbst die Erlaubnis geben, Pausen zu machen. Klarheit schaffen, was wirklich Einfluss hat und was nicht.

Resilienz entsteht nicht im Ausnahmezustand, sondern im Alltag. Durch Routinen, Gespräche und kleine Entscheidungen, die Stabilität fördern.

Es ist weniger eine Frage der Belastung als der Balance. Je besser wir unsere Energiequellen kennen, desto gezielter können wir Einfluss nehmen und erleben uns als wirksam statt ausgeliefert.


Übung: Deine persönliche Energiebilanz

Resilienz beginnt mit Bewusstsein. Nimm dir ein Blatt Papier und teile es in zwei Spalten: Energiespender und Energieräuber

  • Energiespender sind Dinge, Menschen oder Tätigkeiten, nach denen du dich lebendig, ruhig oder erfüllt fühlst.

  • Energieräuber sind Situationen, Gedanken, Menschen oder Verpflichtungen, die dich auslaugen oder anspannen.

Schreib spontan auf, was dir einfällt. Ohne zu filtern. Ohne zu bewerten.


Stell dir danach folgende Fragen:

Was möchte ich öfter tun oder stärker pflegen? Was darf weniger Raum bekommen?Welchen kleinen Schritt kann ich diese Woche gehen, um meine Energie besser zu schützen?

Wenn du merkst, dass deine Energieräuber überwiegen, ist das kein Alarmzeichen. Es ist eine Einladung, wieder Luft in deinen Ballon zu lassen.

Echte Resilienz entsteht nicht durch Durchhalten, sondern durch bewusste Erneuerung.


Fazit

Resilienz ist kein Zusatz. Sie ist die Grundlage für nachhaltige Zufriedenheit im Leben wie im Beruf.

Wer gut mit sich umgeht, kann auch besser mit anderen umgehen. Und wer in einem sicheren Umfeld arbeitet, bleibt langfristig leistungsfähig.

Wenn du merkst, dass dein Ballon dünner geworden ist, ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen, dass du dich wieder um dich selbst kümmern darfst.

Gerne begleite ich dich auf diesem Weg, damit Veränderung leichter wird und Stabilität wachsen kann.


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